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Angriff der Kreationisten

Vor zwei Tagen stand es im Darmstädter Echo. Die hessische Kultusministerin Karin Wolff hat sich für den Schöpfungsmythos auf dem Bio-Lehrplan ausgesprochen. Man dürfe nicht Schüler in Biologie mit der Evolutionslehre konfrontieren und im Religionsunterricht mit der Schöpfungslehre der Bibel, sagt sie.
Jetzt frage ich mich, ist Karin Wolff total durchgeknallt, oder ist sie das arme Opfer von Killerkreationisten geworden, die die Ministerin solange belabert haben, bis sie endlich nachgegeben hat.
Nicht nur, daß sie überhaupt so eine hirnverbrannte Idee äußert oder befürwortet, sondern auch daß sie die hessichen Schüler für zu blöde hält, zwischen Reli und Bio selbstständig zu differenzieren, ist ein Armutszeugnis.

Jetzt mal ehrlich. Warum gibt's denn die beiden Fächer Bio und Reli? Doch nicht um Inhalte, die nichts miteinander zu tun haben wild zu vermischen.
Ich persönlich halte den christlichen Schöpfungsmythos wissenschaftlich nicht für tragbar. Eine "Theorie", die jeglichen empirischen Daten über die 
Evolution und die Erdgeschichte außer acht läßt, hat im naturwissenschaftlichen Unterricht nichts zu suchen. Es ist schlicht absurd in Bio die Evolution in Frage zu stellen, ebenso wie es absurd wäre, daß ein Pfarrer in einer Predigt Gott widerlegt.
Natürlich steht es jedem Menschen frei, an die Bibel zu glauben oder nicht, aber für Unterricht im Glauben gibt es an den Schulen nunmal
den Religionsunterricht, in dem von mir aus gerne auch die Schöpfung 
unterrichtet werden kann. Aber einen nicht beweisbaren und gegen 
jegliche wissenschaftliche Erkenntnis verstoßenden Mythos auf eine 
Stufe mit einer wissenschaftlichen Theorie zu stellen und es 
dann als naturwissenschaftlich zu verkaufen ist schlicht und ergreifend 
eine Verarschung der Schüler, unabhängig davon, ob man nun daran glaubt oder nicht.
Schulen haben in unserem Land den Auftrag wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln, seien diese nun natur-, geistes- oder humanwissenschaftlich. Wer etwas über den Glauben erfahren möchte, der seit zweitausend Jahren
die europäische Geschichte prägt, sollte in die Kirche gehen, welche der 
weitaus geeignetere Ort für den Glauben ist als die Schule.

Warum Frau Wolff jetzt auf so eine bekloppte Idee kommt bleibt
wohl ihr Geheimnis. Mal sehen, was nach der gehörig in den Sand gesetzen Unterrichtsgarantie und dem Sequel Unterrichtsgarantie-Plus, Studiengebühren und Schwarzgeldaffäre noch auf die Hessen zukommt.

Wenn's nicht um die Ausbildung und Bildung unserer Kinder gehen würde, fände ich es fast amüsant zuzusehen, wie Roland Kochs Ministerbande vor sich hindilletiert... aber auch nur fast...
Eigentlich ist es nur noch traurig...


 
1.11.06 17:24


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Eine unbequeme Wahrheit

Am Montag abend war ich mal wieder im Kino. Meine Freundin und ich haben uns keine seichte Liebeskomöde angesehen (obwohl die auch cool sind *g*), sondern eine Dokumentation, die vor allem in den USA, aber auch auf der ganzen Welt für Aufsehen sorgt.

 

 

Eine Unbequeme Wahrheit (An Inconvenient Truth) mit Al Gore in der Hauptrolle. Eindringlich erzählt der Fast-Präsident der Vereinigten Staaten dort von der drohenden Klimakatastrophe und kleineren Anekdoten aus seinem Leben. Im Prinzip ist der Film nur eine abgefilmte Diashow, aber trotzdem so packend wie ein Thriller. Dumm nur, daß das Thema nicht frei erfunden ist, sondern uns alle zu unseren Lebzeiten betreffen wird. Die globale Erwärmung ist real.

Wenn Du den Film noch nicht gesehen hast, dann schalte bitte sofort deinen Computer aus und geh ins Kino. Auch wenn du skeptisch bist, was die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit der globalen Erwärmung betrifft, Al Gore wird dich nicht nur fesseln, sondern auch zum Denken anregen. Und wenn nicht, dann hattest Du wenigstens einen spannenden Filmabend.

Mich hat der Film so beeindruckt, dass ich "Umwelt" als neue Kategorie in meinen Blog aufgenommen habe und ab sofort schärfer und kritischer mit Umweltsünden ins Gericht gehen werde, als ich das bisher getan habe.

Jetzt aber! Computer aus und Kino gehn!

und danach surfstu hier, alder: www.climatecrisis.net

19.10.06 09:16


Physik im Alltag

Kennt ihr das Gefühl? Morgens, kurz nach dem Aufstehen, du bist noch nicht ganz wach und plötzlich könntest du kotzen. Ja, aber kotz mal ohne Frühstück!

Da krieg ich echt Plaque! Vor dem Frühstück lese ich kurz die Schlagzeilen der Zeitung und heute hat's mich umgehauen. Nee, nicht das „Idomeneo“ abgesetzt wurde (auch unfassbar, aber ein anderes Thema), sondern, dass die Regierung einen Durchbruch in der Diskussion um ein mögliches Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten erzielt hat. Nämlich, dass ein solches Verbot nicht kommt. Geil, ne?! Neue wissenschaftliche Erkenntnisse würden belegen, dass "rauchfreie Bereiche" vollkommen vor Passivrauchen schützen.

Jo... und Münte is der Weihnachtsmann...

Ich hab irgendwie das Gefühl, die haben niemals Physik gehabt. War nicht irgendeiner der Regierung promovierter Physiker?! Hm... ich komm grad nicht drauf wer's war...

Jetzt mal ernsthaft! Schon mal was von Entropie gehört? Zugegeben, das ist ein Konzept aus der Thermodynamik, die man normalerweiser erst in der Oberstufe hat, aber gesunder Menschenverstand tut's auch. Entropie ist eigentlich ganz einfach. Das Konzept besagt, dass wenn einer in Washington ne illegale Havanna raucht, dann verbreitet sich der Rauch mit der Zeit gleichmäßig in der gesamten Erdatmosphäre. Oder anders: Wenn die Typen am Nebentisch sich gemütlich die Lunge zuteeren, breitet sich der Rauch auch bis zu meinem Tisch aus und es ist ihm scheißegal, dass ich an nem Nichtrauchertisch sitze. Für näheres verweise ich auf die Wikipedia oder ein beliebiges Physiklehrbuch für die Uni oder die gymnasiale Oberstufe.

Möchte mal wissen, wer solchen groben Unsinn erzählt.

Ich hab nix gegen Raucher, wirklich nicht. Ein paar meiner besten Kumpels sind Raucher, aber in öffentlichen Gebäuden und vor allem in Gaststätten, in denen ich immerhin esse und trinke, gehört das Rauchen simpel und einfach verboten.

Aber da hat die Regierung allen voran der Verbraucherschutzminister und die Gesundheitsministerin wohl nicht die Eier, um sich gegen die Tabaklobby durchzusetzen. Gut für die Lobby, schlecht für die Nichtraucher.

Wenn ich groß bin, werd ich auch Lobbyist...

Ach ja… Dem Europaparlament wird das auch stinken. Die haben nämlich Deutschland vor gar nicht langer Zeit aufgefordert, was für den Nichtraucherschutz zu tun.

27.9.06 15:09


Farbspielchen

Samstag mittag. Draußen ist schönes Wetter. Da hört man plötzlich von einer Offerte für eine sozialliberale Koalition im Bund mit Kurt Beck als Kanzler. Ich denk mir so: "Hä?!"

Rainer Brüderle, FDP-Vize hat, offenbar im Alleingang, der SPD einen Heiratsantrag gemacht, für den Fall, dass die schwarzrote Zweckehe an der Gesundheitsreform zerbrechen sollte. Dann betrachte ich mir noch mal die Sitzverhältnisse im Bundestag und fange an, an meinen mathematischen Kenntnissen aus der 3. Klasse zu zweifeln. Gelb und Rot haben zusammen keine Mehrheit. Was soll also dieses unsinnige Gelaber um eine SPD-FDP-Koalition im Bund? Und vor allem, warum umgarnt Brüderle ausgerechnet die SPD, wo doch die Programmatik der Union (mal von der Mehrwersteuererhöhung abgesehn) der FDP viel näher ist? Vielleicht wollte Brüderle einfach nur auch mal wieder was sagen. Oder er wollte Zwietracht in der Regierung säen. Ging auch nach hinten los. Roland Pofalla gibt sich unbeeindruckt. Beck, Münte und Angie haben auch noch nix gesagt.

Aber wenigstens geht einer aus der Opposition endlich mal den nächsten Schritt und wird konkret, was eine Ablösung der großen Koalition angeht.

Schade nur, dass noch niemand auf die eigentlich geniale Idee gekommen ist. FDP und Grüne setzen sich zusammen und koordinieren ihre Arbeit und stellen gemeinsame Positionen auf. Programmatisch sind sich die beiden Erbfeinde nämlich inzwischen recht ähnlich, wenn man an Dinge wie die Steuerkonzepte von Oswald Metzger und Hermann Otto Solms denkt. Oder an umweltpolitische Themen, die die FDP im letzten Sommer für sich entdeckt haben.

Gelb und Grün könnten sich zusammen tun und dann eine der beiden großen als "Mehrheitsbeschafferin" ködern, dieser den gelb-grünen Willen aufzwingen, um endlich zukunftsfähige Politik zu machen.

Lieber Guido, liebe Claudia und lieber Reinhard. Setzt euch zusammen, vergesst die alten Vorurteile und dann macht entweder Union und SPD ein unmoralisches Angebot, zum Wohle unseres Landes!

25.9.06 12:35


Schwarz-Rote Planlosigkeit

Gipfeltreffen im Kanzleramt, Angie und Kurt beraten über das schwarz-rote Prestige-Projekt Gesundheitsreform: Wann? Wie? Wer mit wem? Heraus kam sowas ähnliches wie: Demnächst. Wissen wir noch nicht. Einer für alle, alle für den Gesundheitsfonds.

Leider haben die beiden die wichtigste Frage nicht gestellt. Nämlich das "Ob überhaupt?". Das wäre aber besser gewesen, und am allerbesten wäre es, wenn auf diese Frage ein koalitionseiniges "Nein!" geantwortet wäre. Aber ein solches Nein hätte das Aus für die Regierung bedeutet, wie schon peter Struck kurz nach Amtsantritt der neuen Regierung letztes Jahr sagte: "Wenn wir die Gesundheitsreform nicht hinbekommen, haben wir nicht verdient zu regieren." Weise Worte, Herr Struck. Jetzt müsste man sie nur noch befolgen. Denn diese Gesundheitsreform mit ihrer Gleichmacherei und dem gewaltigen Behördenapparat, der dahinter stehen muss, ist simpel und einfach keine Reform, sondern eine Zumutung für Ärzte, Kassen und vor allem Patienten.

Als ich vor anderthalb Jahren Zivi war, war es schon jedesmal ein Riesenaufstand die Insulininjektionen für Zuckerkranke von den Kassen genehmigt zu bekommen. Alles fein säuberlich und akkurat im speziellen Formular, damit die Kasse auch genau weiß was zu tun ist. Anstatt dass nun solche Schwachstellen beseitigt werden und die Kassen zu Kostensenkungen animiert werden, wächst der bürokratische Aufwand durch den Fonds nur noch mehr. Um das alles zu bezahlen, wird der Krankenkassenbeitrag steigen. Hieß es nicht irgendwann man solle die Lohnnebenkosten senken, um die Arbeit zu verbilligen und so für Arbeits- und Ausbildunsgplätze zu sorgen? Hab ich was verpasst?

Sorry liebe Regierung, aber nach Mehrwertsteuererhöhung und Anti-Diskriminierungsgesetz wird diese "Reform" das nächste faule Ei.

Dabei ist es so einfach: Die Kassen sind zu teuer, haben aber gewaltigen Overhead in der Verwaltung, in dem die rechte Hand nicht weiß, was die Linke macht. In der Wirtschaft, die der Konkurrenz auf dem Markt ausgesetzt ist, wird solcher Overhead abgebaut, um Kosten zu senken. Es werden Fusionen vorgenommen und Allianzen geschmiedet um Synergien freizusetzen. Warum nicht bei Krankenkassen? Warum hat Deutschland über 200 Krankenkassen? Würden nicht 15 bis 20 reichen? Die könnten dann in Wettbewerb treten, und so gezwungen werden effizient zum Wohle des Patienten zu arbeiten. Aber so lange aus dem Bundeskrankheitsministerium, ups Verzeihung, Bundesgesundheitsministerium nur eine Vorgabe und Regelung nach der anderen kommt, die tatsächliche kostensenkende Innovationen bei den Kassen verhindert, kann das System noch so sehr reformiert werden, besser wird's nicht...

Liebe Angie. Schmeiß bitte deine Gesundheitsministerin raus. Ein derartigter, von oben kontrollierter Kassensozialismus wie ihn Frau Schmidt vorhat wird nie funktionieren. Und Politik der kleinen Schritte ist das auch nicht. Eher Politik der großen Stolperer.

22.9.06 13:35


Da bin ich

Ui, noch ein neuer Blog...

Tja, wahrscheinlich ist mein Blog einer von tausenden, die an diesem schönen Mittwochmorgen gegründet wurden. Aber in der Hoffnung, dass ich hier mit jeder Menge anderer User über das Hin und Her der politischen Welt reden kann, hab ich mir gedacht "Hey, gründe ich mal n Blog, anstatt fürs VWL-Vordiplom zu lernen" :-)

Jetzt werde ich aber trotzdem noch die eine oder andere mikroökonmische Aufgabe rechnen, und vielleicht heute abend oder morgen meinen ersten Artikel schreiben.

Viel Spass mit meinem Blog

Benni

20.9.06 11:49


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