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Von Ackermännern und anderen Hohlbohrern...

Ach, was war die Welt doch so schön, letztes Jahr. Steuerhinterzieher konnten in Ruhe Steuern hinterziehen, Unternehmen konnten sich über den Aufschwung freuen und Politiker über wachsende Steuereinnahmen und sinkende Arbeitslosigkeit. Doch mitten hinein in diese Idylle platzte dann die US-Immobilienkrise. Von faulen Krediten und dem Handel mit diesen wurde berichtet. Keine Bank traut der anderen, einige sind berets gestolpert oder auch gestürzt. Panisch versuchen Wirtschafts- und Finanzminister die angeschlagenen Banken zu retten, schießen Milliarden und Abermilliarden zu, um Abschreibungen aufzufangen, die die Banken sonst in den ewigschwarzen Abgrund des Bankrott gerissen hätten. Auch die Notenbanken helfen und senken fleißig den Leitzinssatz und retten damit die Börsen. Phuuh. Nochmal Glück gehabt. Gut, dass wir so fähige Politiker haben. Apropos fähig. Welche Hohlköpfe haben diesen Schwachsinn eigentlich begonnen? Welche Bank hat als erste Immobilienkredite gegeben, ohne ausreichend die Bonität des Kreditnehmers zu prüfen? Welche Bank hat damit angefangen mit diesen Krediten zu handeln und für den schnellen Reibach gewaltige (zu hohe) Risiken auf sich zu nehmen? Letzten Endes ist es völlig egal, wer damit angefangen hat. Die spannendere Frage ist vielmehr: Warum? Die Antwort ist einfach. Man hat sich auf die Steinbrücks und Bernankes dieser Welt verlassen. Erst mach ich brutale Gewinne und wenn's schiefgeht, wird mich schon einer auffangen. Entweder schwindelerregend hohe Staatszuschüsse oder Leitzins- und Diskontsatzsenkungen. Was kann schon passieren? Damit sind die Protektionisten und staatsgläubigen Eingriffler schuld. Dass ein Josef Ackermann jetzt vor sich hin wimmert, die Selbstheilungskräfte des Marktes würden in dieser Situation nicht mehr greifen und man brauche Hilfe, ist geradezu erbärmlich. Natürlich funktionieren die Selbstheilungskräfte des Marktes. Sie haben eben zur Folge, dass einige Banken, auch einige große dabei draufgehen. Na und? Sprechen nicht gerade die „Topmanager“ das liberale Mantra der Freiheit? Nun ja... Zu jeder Freiheit gibt es eine Verantwortung. oder neudeutsch: No risk, no fun! Die Banken haben es riskiert und sie haben verloren. Jetzt müssen sie auch die Verantwortung tragen. Tun sie aber nicht, dank Peer und Michel, den rot-schwarzen Bankrettern, die mit großem Tatütata und ernsten Mienen von der größten Finanzkrise seit Jahrzehnten sprechen und den armen, armen Banken beistehen. Und womit stehen sie bei?! Die Bank-Rettungs-Milliarden von Glos und Steinbrück sind Steuergelder. Davonm hätte man einige Forschungseinrichtungen bezahlen können. Oder Schulden abbauen. Oder Schulen finanzieren. Oder Straßen sanieren. Die Leitzinssenkung der Notenbanken hat nicht nur zur Folge, dass die Banken leichter an dringend benötigte Liquidität kommen, sondern auch das die Inflation ansteigt. Und das merkt wiederum jeder einzelne beim Einkaufen. Und Unternehmen, die Produktionsmittel teurer einkaufen müssen. Damit einher gehen dann natürlich auch weitere Preissteigerungen oder, im schlimmsten Fall, der Verlust von Arbeitsplätzen. Das wichtigste Gut der Banken, bringen indes weder Zuschüsse noch Zinssenkungen zurück. Vertrauen. Bravo!
19.3.08 09:26
 


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